ISO Einstellung und Auswirkung auf Bildqualität

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2011-08-28
Steigerung der ISO Einstellung und die negative Auswirkung auf die Bildqualität
Grundsätzlich gilt für alle Digitalkameras, die beste Bildqualität bekommt man nur mit der geringsten ISO Einstellung (in der Regel ISO 100). Mit steigender ISO Zahl wird der Sensor nicht mehr ausreichend belichtet. Mit anderen Worten, mit steigender ISO Zahl verschlechtert sich ENTWEDER die Bildqualität ODER es verringert sich die nutzbare Bild-Auflösung oder eben beides bei ISO Werten über 400. Natürlich muss man sagen, dass bei Kompaktkameras mit kleinen Sensoren der Verschlechterungseffekt extrem hoch, bei 4/3 Sensoren relativ hoch, bei APS-C großen Sensoren hoch, bei Follformatsensor niedrig, und bei Mittelformatsensor eigentlich ziemlich gering ist (und sein dürfte). Man sollte also immer nur Bildrauschergebnissse von Sensoren mit gleicher Größe, ISO, Blende, Brennweite, Belichtungszeit und natürlich auch das Motiv vergleichen. Die Abweichung beginnt bereits damit, dass ein Sony APS-C Sensor größer ist als ein Canon APS-C Sensor, der Lichtverlust durch die SLT Technik wird wiederum mit dem größeren Sensor wieder gut gemacht, und somit kann man trotzdem noch relativ gut Sony SLT APS-C gegen Canon EOS 600D vergleichen. Klar, müssten beide Sensoren auch die gleiche Megapixel auf dem Sensor haben, damit man identische Pixelgrößen und Pixeldichten zum vergleich hat, in der Praxis kann man dann ja eine Canon EOS 600D mit einer Canon EOS 600D vergleichen (wehe man kommt zu unterschiedlichen Ergebnissen...).
Wie dem auch sei, jeder Hersteller versucht der Bildverschlechterung bei hohen ISO Werten entgegen zu wirken, indem man mit aufwändigsten Abarbeitungs-Algorithmen das Bildrauschen zu eliminieren versucht, oder indem man das Bild heimlich interpoliert (also zusätzlich zur Bayer-Grund-Interpolation), und/oder die Bilder weichzeichnet (Ölgemälde) wodurch Konturen und Details verlorengehen und somit sich auch die Auflösung weiter verringert. Sobald eine Digitalkamera eines Herstellers ein Bild mit hoher ISO Zahl unverändert (also 100 prozentig Original z. B. RAW Format) speichert, wird der Hersteller dafür öffentlich in x-Reviews kritisiert. Eigentlich sollte man sich in diesem Fall beim Hersteller bedanken dass man ein unverändertes Bild Out-of-Cam bekommt. Viele Hersteller manipulieren das Bild sogar im RAW-Format, so dass man sich inzwischen nicht mal beim RAW Format mehr sicher sein kann, ob es wirklich das Original ist. Ein paar praxis Beispiele fürs Fotografieren OHNE BLITZ anhand einer Tabelle:
ISO und Bildqualität Lichtmenge bei Tag (Sonnenlicht) Lichtmenge bei Tag (bewölkt) Lichtmenge Abends (künstliches Licht)
ISO 100
Bildqualität entspricht 100 %
* sportliche Belichtungszeiten (1/1000)
+ Objek darf sich sportlich bewegen
* Aus der Hand: Bildstabilisator kann gegen verwackelte Bilder hilfreich sein
+ Stativ: nur bei hohen Brennweiten erforderlich
+ lange Belichtungszeiten (1/100)
- Objek darf sich UNsportlich bewegen
+ Aus der Hand: Bildstabilisator kann gegen verwackelte Bilder hilfreich sein (geringe Brennweite)
+ Stativ: bei hohen Brennweiten, lichtstarkes Objektiv erforderlich
* ultra extrem lange Belichtungszeiten
- Objek darf sich nicht bewegen
+ Aus der Hand: Bildstabilisator hilft nicht mehr bei Belichtungszeiten größer 1/10 Sek
- Stativ: zwingend erforderlich, nur statische Objekte fotografierbar
ISO 400
Bildqualität entspricht 25 %
* extrem sportliche Belichtungszeiten (1/2000) + kurze Belichtungszeiten (1/500)
- Objek darf sich UNsportlich bewegen
+ Aus der Hand: Bildstabilisator kann gegen verwackelte Bilder hilfreich sein
+ Stativ: bei hohen Brennweiten erforderlich
* extrem lange Belichtungszeiten (1/10)
ISO 1600
Bildqualität entspricht 6 %
* ultra extrem sportliche Belichtungszeiten: ein Flugzeug mit Schallgeschwindigkeit muss im Vorbeiflug mit einer Belichtungszeit von 1/4000 Sek fotografiert werden. * sportliche Belichtungszeiten (1/1000)
+ Objek darf sich sportlich bewegen
* Aus der Hand: Bildstabilisator kann gegen verwackelte Bilder hilfreich sein
+ Stativ: nur bei hohen Brennweiten erforderlich
+ lange Belichtungszeiten (1/50)
- Objek darf sich UNsportlich bewegen
+ Aus der Hand: Bildstabilisator kann gegen verwackelte Bilder hilfreich sein (geringe Brennweite)
- Stativ: bei hohen Brennweiten auch mit lichtstarkem Objektiv schwer möglich
Um noch ein bisschen weitzerzugehen hab ich eine Tabelle mit den Daten der SLT-A33 erstellt. Natürlich kann jeder die Daten seiner Kamera eintragen und Schlüsse für seine eigene Kamera ziehen, hier das Dokument zum Download im LibreOffice Format:
ISO-Auswirkungen-Bildqualitaet.ods
Und hier die Tabelle im HTML Format:
ISO-Auswirkungen-Bildqualitaet.html
Fazit: Man sollte die Grenze von ISO 400 besser nicht überschreiten, denn alles was danach kommt ist nur noch entweder Pixelbrei der nur noch extremt verkleinert zu einer Miniatur noch nutzen lässt. Die Kamerahersteller überschlagen sich inzwischen mit sinnlos hohen ISO Werten, um jeden Kunden für sich zu gewinnen, aber ich kann Sie beruhigen, sowohl Bilder aller Canon Speigelreflex APS-C die ich hatte (EOS 400D, 450D, 500D) und erst recht bei der SLT-A33 (wegen dem Translucent Mirror der im Vergleich zu den Canons ca. 28 % des Lichtes frisst) waren und sind die Bilder bei ISO 1600 bestenfalls nur als Miniatur brauchbar. Leider kann man bei der Auto ISO Einstellung ISO 400 nicht als Obergrenze einstellen, ist wohl nur der ca 1400 Euro teuren SLT-A77 vorbehalten.




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